Wissenschaftlicher Name: Caridinia cf. cantonensis „Red Bee“

Red Bee Garnele auf einen Blick

Maximale Größe: 2 bis 3cm
Haltung: mittel, Zucht: mittel
Wassertemperatur: 20 bis 25oC
pH-Wert: 6,0 bis 7,0
Karbonathärte: <6odKH
Gesamthärte: 2 bis 10odGH

Herkunft der Red Bee Garnele

Die Red Bee-Garnele kommt in der Natur nicht vor. Sie ist eine Weiterzüchtung der Bienengarnele, die aus Südchina stammt und dort Fließgewässer besiedelt. Die Red Bee-Garnele wurde von japanischen Hochzuchtexperten durch Selektion mit dem Zuchtziel eine besonders abgegrenzte Rot-Weiß-Ringelung zu erreichen, aus der Bienengarnele, bzw. ihrer Zuchtform Crystal Red gezüchtet. Die Red Bee-Garnele ist also nicht, wie in einigen Büchern zu lesen, ein  Kreuzungsprodukt zwischen Hummelgarnele und Bienengarnele. Stattdessen bildet die Crystal Red-Garnele die Ausgangsform für die einzelnen Hochzuchtstämme der Red Bee-Garnelen.

Merkmale, Form und Färbung der Red Bee-Garnele

Die Red Bee-Garnele wurde ursprünglich in Japan aus der Bienengarnele gezüchtet. Heute erfreut sie sich auch bei europäischen Garnelenzüchtern großer Beliebtheit und so entstehen immer wieder neue Farbvarianten. Das Grundmuster der Red Bee-Garnele zeichnet sich jedoch durch etwa gleich große rote und weiße, breite Querstreifen aus, die exakt voneinander abgegrenzt sind. Es gibt aber auch schwarz-weiß gemusterte Exemplare. Auf der Basis der Anzahl und Briete der roten oder schwarzen Querstreifen unterscheidet man 3 sogenannte Red Shrimp Grades:

Grade A kennzeichnet Red Bee Garnele, die ein zusätzliches viertes Querband haben.

Grade B hat dagegen nur drei weiße Querstreifen.

Grade S: Bei dieser Farbvariante ist das mittlere rote oder auch schwarze Band relativ schmal mit einem kleinen, aber deutlich sichtbaren weißen Zacken in der Mitte, der die japanischen Züchtern an den Zahn des Tigers erinnert haben soll. Daher wird diese Sorte Red Bee Tigertooth genannt.

Grade SS: Dieser Hochzuchtstamm wird Hinomaru Red Bee-Garnele genannt. Hier ist das mittlere rote Querband zu einem roten Fleck zusammengeschrumpft, der an die Nationalflagge Japans erinnern soll. Bei der Doppel-Hinomaru ist auch das hintere Rote Band auf einen roten Fleck reduziert worden. Eine weitere Sonderform des SS-Garde ist die „No Entry Sign“, bei der der rote Fleck durch einen weißen Querbalken getrennt wird. Ist nur noch die obere oder untere Hälfte des roten Flecks zu sehen, nennt man diese Form  Grade SS-Half Moon.

Grade SSS, Mosura genannt: hier ist das mittlere rote oder schwarze Band völlig verschwunden.

Grade SSSS: Bei diesem Hochzuchtstamm ist vor allem der rote Farbanteil im Kopfbereich verringert und zu Formen und Zeichnungen aufgelöst, die an Blüetn erinnern. Daher wird diese Sorte auch Mosura Flowerhead genannt.

Haltung, Vergesellschaftung und Zucht der Red Bee-Garnele

Im Gegensatz zur Bienengarnele, der Crystal Red-Garnele und auch der Blauen Tigergarnele ist die Red Bee-Garnele, die aus japanischen Hochzuchtstämmen hervorgegangen ist, eigentlich nichts für Garnelen-Einsteiger.  Sie ist empfindlicher und weniger tolerant in der Bandbreite und den Veränderungen in den Wasserwerten, in der Hand erfahrener Aquarianer und Garnelenliebhaber sollte die Pflege dieser wunderschönen Garnelen jedoch kein Problem sein. Auch für die Red Bee-Garnele, die mit kaum mehr als 2cm Körperlänge zu den kleinen Vertretern der Zwerggarnelen gehört, gilt, je größer das Becken, desto besser lassen die Wasserverhältnisse konstant halten. Man sollet daher auch diese sehr geselligen und friedfertigen Garnelen stets in einer Gruppe von wenigstens 10 Tieren in einem 50 Liter-Becken pflegen. Für das Gesellschaftsaquarium ist die Red Bee-Garnele eigentlich weniger geeignet; das ergibt sich schon aus dem doch recht hohen Preis. Der Garnelen-Liebhaber, der diese schönen Garnelen in erster Linie pflegen will und nicht am Aufbau einer eigenen Hochzuchtlinie interessiert ist, sollte beim Kauf der Red Bee-Garnelen sein Augenmerk weniger auf besondere Farbmuster richten, als darauf zu achten, dass er ausgesprochen robuste und gesunde Tiere erhält.

Das Aquarium wird mit einem feinkörnigen Bodengrund aus Sand oder Feinkies, einer stellenweise dichten Bepflanzung mit feinfiedrigen Wasserpflanzen, einigen Steinen und einer Moorkien- oder Mangrovenholzwurzel ausgestattet. So werden den Red Bee-Garnelen genügend Unterschlupf- und Rückzugsmöglichkeiten vor allem während der heiklen Häutungsphase  geboten. Das Aquarienwasser sollte vor allem weich und leicht sauer sein, außerdem gut gefiltert und belüftet werden. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von mindestens 20 bis 30% des Wasservolumens sollte ebenfalls zu einer selbstverständlichen Gewohnheit werden. Hohe Wassertemperaturen oberhalb von 24 bis 25oC werden nur kurzfristig vertragen.

Red Bee-Garnelen ernähren sich vom Algenaufwuchs auf den Glasinnenseiten des Aquariums, auf Steinen, Wurzelholz und anderen Hartsubstraten. Zusätzlich suchen sie im Bodenmulm nach verwertbaren Nahrungsresten und Kleinstorganismen. Zur Ergänzung des Speisezettels gibt man ihnen Falllaub, etwas Spinat oder klein gehacktes Gemüse, sowie auch einige kleine Wasserinsekten und Kleinkrebse, denn auch Red Bee-Garnelen leben nicht ausschließlich vegetarisch.

Will man lediglich die Populationsgröße erhalten oder um einige Individuen vermehren, so kann man die paarungswilligen und fortpflanzungsbereiten Garnelen im Artbecken lassen und braucht sie nicht in ein separates Aufzuchtbecken umsetzen. Denn auch die Red Bee-Garnelen gehören zu jenem spezialisierten Fortpflanzungstyp unter den Zwerggarnelen, bei sich die komplette Entwicklung der Garnelenlarven im Ei vollzieht. Ausgewachsene, geschlechtsreife Weibchen tragen etwa alle 8 Wochen in ihrem Brutraum zwischen den Schwimmbeinen jeweils bis zu 50 Eier aus. Aus diesen Eiern schlüpfen nach ca. 14 Tagen die vollentwickelten, nur wenige mm großen Junggarnelen aus.

Quelle:
http://www.garnelen-aquarium.com/arten/red-bee/haltung.html

 

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Thomas "Tom" Thammer ist Webentwickler der ersten Stunden und begeisterter Aquarianer seit Kindheit. Mit seiner Community www.einrichtungsbeispiele.de hat er die besucherstärkste Aquaristik-Seite im deutschsprachigen Netz geschaffen.
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