Welche Fische schwimmen eigentlich am häufigsten in deutschen Aquarien? Diese Frage wird seit Jahren diskutiert – meist auf Basis von Verkaufszahlen, persönlichen Eindrücken oder Social-Media-Trends. Eine neue Auswertung sorgt jetzt für deutlich mehr Klarheit. Unter dem Titel „Die beliebtesten Zierfische Deutschlands – exklusive Auswertung aus der Community von einrichtungsbeispiele.de“ wurde erstmals systematisch analysiert, welche Zierfischarten tatsächlich am häufigsten in real betriebenen Aquarien gepflegt werden.

Grundlage der Untersuchung ist die große Aquaristik-Community von einrichtungsbeispiele.de, auf der über 19.000 Aquarianer ihre Becken detailliert vorstellen. Anders als bei Marktanalysen oder Händlerstatistiken geht es hier nicht um Verkaufszahlen, sondern um echte Haltungen: dokumentierte Aquarien mit realem Besatz, oft über viele Jahre hinweg.


Warum diese Auswertung besonders aussagekräftig ist

Der große Mehrwert dieser Analyse liegt in ihrer Praxisnähe. Jeder Eintrag auf einrichtungsbeispiele.de steht für ein konkret eingerichtetes Aquarium – inklusive Technik, Wasserwerten und Fischbesatz. Die gezählten Halterzahlen zeigen also, welche Arten langfristig gepflegt werden und sich im Alltag bewähren.

Das Ergebnis überrascht nur auf den ersten Blick: Ganz oben stehen keine kurzlebigen Modetrends, sondern bewährte Klassiker der Aquaristik. Antennenwelse, Skalare, Guppys, Neonsalmler und Panzerwelse dominieren die Liste. Genau diese Arten gelten seit Jahrzehnten als robust, anpassungsfähig und vergleichsweise einsteigerfreundlich – Eigenschaften, die in der Praxis offenbar wichtiger sind als spektakuläre Farben oder Exotenstatus.


Klassiker statt kurzlebiger Trends

Besonders interessant ist, dass sowohl Anfängerfische als auch anspruchsvollere Arten in den Top 20 vertreten sind. Neben Guppy, Platy und Neonsalmler finden sich auch Diskusfische, Malawisee-Buntbarsche oder empfindlichere Zwergbuntbarsche in der Liste. Das zeigt, wie breit die Aquaristik-Community heute aufgestellt ist.

Gleichzeitig wird deutlich, dass manche Arten extrem weit verbreitet sind, obwohl ihre Endgröße oder ihre Ansprüche häufig unterschätzt werden – etwa große Welsarten oder Prachtschmerlen. Die Auswertung liefert damit nicht nur spannende Zahlen, sondern auch wichtige Ansatzpunkte für Beratung, Aufklärung und verantwortungsvolle Fischhaltung.


Ein realistischer Blick auf deutsche Aquarien

Der verlinkte Bericht bietet einen selten ehrlichen Einblick in das, was tatsächlich in deutschen Wohnzimmern schwimmt. Während Social Media oft ein verzerrtes Bild mit Fokus auf spektakuläre Einzelbecken zeigt, spiegelt diese Statistik den Alltag der Aquaristik wider: Gesellschaftsaquarien, bewährte Kombinationen und Fischarten, die sich über Jahre etabliert haben.

Für Einsteiger ist das eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Besatzplanung. Für erfahrene Aquarianer bietet die Liste eine spannende Standortbestimmung der Szene. Und für Betreiber von Webseiten, Foren oder Fachgeschäften liefert die Auswertung belastbare Zahlen darüber, welche Arten wirklich relevant sind.


Weiterführender Lesetipp

Wer sich für die vollständige Rangliste, die genauen Halterzahlen und die Hintergründe der Auswertung interessiert, findet alle Details im Originalbericht „Die beliebtesten Zierfische Deutschlands – exklusive Auswertung aus der Community von einrichtungsbeispiele.de“. Der Artikel lohnt sich nicht nur wegen der Zahlen, sondern auch wegen der Einordnung und der klaren Aussage: In der Aquaristik setzen sich langfristig nicht Trends, sondern bewährte Konzepte durch.

Ein seltener Fall, in dem Daten aus der Community selbst zeigen, wie Aquaristik in Deutschland wirklich gelebt wird.

tom
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