Der Aquaristik-Blog

Ein Besuch im Aquarium des Berliner Zoos

Immer wenn ich in Berlin bin, schaue ich natürlich als Aquarianer im Aquarium Berlin vorbei, denn öffentliche Aquarien sind in Deutschland sowieso nicht wirklich häufig und das Berliner Aquarium ist dabei noch ausgesprochen sehenswert.

Was kostet der Eintritt ins Aquarium Berlin?

Besuchst du nur das Aquarium, dann kostet dich das Tagesticket 14,50 € als Erwachsener. Kinder unter 4 Jahren sind frei. Jugendliche bezahlen 7,50 € und Schüler, Studenten, Auszubildende oder Schwerbehinderte kommen für 10 € ins Aquarium.

Ich war diesmal mit der ganzen Familie in Berlin und wir wollten auch noch in den Zoo. Für 2 Erwachsene und 2 Kinder hat mich die Tageskombikarte am Ende 50 € gekostet. Nicht so ganz billig, aber dafür wird auch einiges geboten. Nicht nur im Aquarium, sondern auch im Tierpark mit seinen Themenbereichen und wirklich sehenswerten Flusspferdhaus oder dem Nachttierhaus, wo du nachtaktive Tiere sehen kannst, die sonst eher nicht im Fokus stehen.

Wie kommst du zum Aquarium Berlin?

Am einfachsten geht das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn direkt am Aquarium sind kaum Parkmöglichkeiten vorhanden. Mit der S- oder U-Bahn kannst du bis fast direkt zum Eingang des Aquariums fahren, wenn du an der Haltestelle „Zoologischer Garten“ aussteigst.

Was kannst du im Aquarium Berlin erleben?

Das Aquarium selbst teilt sich in einen Bereich mit Aquarien und Terrarien. Im ersten Stock kommst du zu zur Terraristik-Abteilung mit Schlangen, Echsen, Schildkröten, Spinnen, Fröschen, Chamäleons und Krokodilen.

Gleich im Erdgeschoss befinden sich eine Vielzahl von Aquarien in jeder Größe. Der Besatz der Becken ist nach den Heimatbiotopen der jeweiligen Aquarien gepflegten Fische zusammengestellt und die Einrichtung ist ebenfalls biotopnah gestaltet.

Highlight sind sicher die riesigen Becken in der großen Halle des Berliner Aquariums. Eines der Großaquarien ist ein Meerwasserbecken, das mit Schwarzspitzen-Riffhaien und Hammerhaien besetzt ist. Dazu kommt noch ein großer Schwarm Makrelen.

Riffhaie

Riffhaie

In einem anderen Großaquarium, das nach dem Thema „Südamerika“ gestaltet wurde, sind unter anderem die lebenden Fossilien „Arapaima“ zu sehen. Mit seinen 2 Metern Länge und einem Gewicht von über 100 kg zählt der Arapaima zu den größten Süßwasserfischen der Erde und erreicht ein Alter von bis zu 20 Jahren.

Neben den Großaquarien sind aber auch die kleineren Becken nicht weniger interessant. Selbstverständlich kannst du Aquarien bestaunen, in denen bekannte Zierfische wie Skalare, Neons, Diskusfische oder die farbenfrohen Buntbarsche aus dem Malawisee zu sehen sind. Schlammspringer, Neunaugen, zahlreiche Bewohner tropischer Riffe oder des Lebensrau

ms Nord- und Ostsee sind zu sehen. Ein weiteres Highlight in diesem Bereich sind die fast durchsichtigen Quallen, die du beobachten kannst, während sie sich mit der Strömung durch das Aquarium treiben lassen.

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Skalare und Diskusfische

 

Regenbogenfische

Regenbogenfische

Neonsalmler

Neonsalmler

Für Kinder sind nach „Findet Nemo“ natürlich Anemonenfische der Hingucker. Die kleinen Clownfische konnten wir sehr schön dabei beobachten, wie sie sich immer wieder in ihre Anemone zurückgezogen haben, um dann wieder kurz herauszukommen und sich dabei einen Happen Futter zu schnappen.

Als Malawi-Aquarianer ist es für mich immer wieder spannend zu sehen, was ein Schauaquarium aus dem Biotop des Malawisees macht. Selbstverständlich kann hier niemand eine Ausstellung erwarten, die auch nur annähernd einen Eindruck über die Artenvielfalt des ostafrikanischen Sees vermittelt. Das Aquarium Berlin beschränkt sich sogar nur auf einige wenige Mbuna-Arten, wie Maylandia „Zebra“, Labidochromis caeruleus und verschiedene Labeotropheus. Es wirkt aber vielleicht auch deshalb lange nicht so überladen, wie ich es schon in verschiedenen anderen Schauaquarien gesehen habe.

Malawi-Cichliden

Malawi-Cichliden

Fazit:

Das Aquarium Berlin ist für jeden Aquarianer ein Muss. Auf alle Fälle sollte ausreichend Zeit einplant werden, denn auf eine Stunde oder auch zwei lohnt sich der Besuch nicht. Ich denke, dass du auf alle Fälle 3 Stunden oder besser 4 Stunden einplanen solltest. Wenn du dir Zeit lässt und ganz entspannt, einen kompletten Tag im Aquarium Berlin verbringen möchtest, ist das überhaupt kein Problem. Dazu gibt es genügend zu sehen und auch Sitzmöglichkeiten, so dass du ganz bequem die Fische in den verschiedenen Becken beobachten kannst.

Glaswelse

Glaswelse

 

tom
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5 Kommentare

  1. Martin

    Das Berliner Aquarium ist ein kleines Highlight…und die Quallensammlung ist echt beeindruckend. Vergleichbare Aquarien gibt es meines Wissens wenige in Deutschland (Stuttgart, Leipzig, Köln und München würden mir noch einfallen …).
    Neunaugen habe ich noch nie gesehen, das wäre ja mal wieder ein Grund in das Aquarium zu gehen.
    Und zum Schluss noch eine Anmerkung: Das letzte Bild zeigt doch eher Glaswelse.
    Liebe Grüße
    Martin

    • tom

      Hallo Martin,
      da hast du natürlich recht. Es sind Glaswelse. Danke für den Hinweis.
      Grüße, Tom.

  2. Holger M.

    Hey Tom,

    vielen Dank für deinen coolen Blogeintrag und einen kleinen Eindruck des Aquariums des Berliner Zoos. Kannst du mir sagen ob das Aquarium nur zu bestimmten Zeiten aufhat? Als ich letzes mal in Berlin war hatte der Aquariums-Bereich leider zu. Wurde da umgebaut?

    Vielen Dank

    Grüße
    Holger

    • tom

      Hallo,
      die genauen Öffnungszeiten findest du immer aktuell auf der Webseite des Berliner Aquariums. Die Seite ist überaus informativ und gut gepflegt, so dass auch kurzfristige Änderungen sicher aktuell zu finden sind.
      Grüße, Tom.

  3. Stefan Willmann

    Hallo zusammen,
    Ich war letzten Monat im Aquarium in Berlin und muss sagen das es einen schönen Aufbau hat. Was ich allerdings bemängeln möchte ist der Zustand der Fische. Die Arowanas haben z.B trübe Augen. Ein Riesen Haiwels hat Geschwüre am Kopf und die Prachtschmerlen haben eingefallene Bäuche. Im großen Hai-Becken schwimmen einige Fische mit nur einem Auge.
    Ich will hier nicht der Miesmacher sein , es ist natürlich immer ein Erlebnis die Fische so hautnah zu sehen.
    Hanseatische Grüße
    Stefan

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