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Krankheiten: Bauchwassersucht und Weißpünktchenkrankheit

Krankheiten treten leider immer wieder auf und nur wer sie frühzeitig erkennen und bestimmen kann, hat in den meisten Fällen eine Chance, die Tiere geeigneten Maßnahmen zu retten. Einge verbreitete Krankheiten sind:

Bauchwassersucht

Bei der Bauchwassersucht streiten die Experten, durch was diese Ausgelöst wird. Das warscheinlichste ist, das Darmflagelaten hier für verantwortlich sind. Flagelaten kommen in allen im Malawisee lebenden Fischarten vor und schädigen normalerweise die Fische nicht, da das Immunsystem in der Lage ist die Fische zu schützen.

Daher ist bei der Haltung von Cichliden darauf zu achten, alles zu Unternehmen was die Gesundheit der Fische fördert d.h. regelmäßiger Wasserwechsel in außreichender Menge ist eines der besten Methoden für das Wohlbefinden zu sorgen, Wasserwerte in den optimalen Bereich bringen ( PH, Nitrit, Temperatur usw. )sowie richtige artenbezogene Ernährung sorgen für ein starkes Immunsystem der Fische.

Anfang der Erkrankung:

1. Anfangsstadium

Der Fisch verweigert die Nahrungsaufnahme, versucht eventuell zu fressen spuckt das Futter aber wieder aus.
Sein Verhalten ist scheu, er versucht sich zu verstecken.

2. Fortschreiten des Anfangsstadiums

Der Fisch versucht etwas auszuspucken, ähnliches Verhalten wie beim füttern.

3. Fortgeschrittenes Stadium

Weiße, fadenförmige Exkremente hängen aus der Afteröffnung heraus, Fisch versucht weiterhin etwas auszuspucken.  Jetzt ist höchste Eile geboten, will man seinen Fisch noch retten! Sofortige Quarantäne des Fisches in einem  geeigneten Behälter und Behandlung mit Medikamenten. ( Octozin, oder eine Kombination aus Metronidazol und  Nifurpirinol.

4. Endstadium

Die Bauchseite des Fisches schwillt an, jetzt kommt jede Hilfe zu spät, der Fisch sollte erlöst werden.

Weißpünktchenkrankheit( Ichtihyophthirius multifilis )

Diese Krankheit ist sehr leicht zu erkennen und auch gut, mit im Handel erhältlichen Mitteln zu bekämpfen.  ( z.B. Exit gegen Ichthyo, das Präparat hilft auch gegen die Schwärmer )Unbehandelt führt diese Krankheit unweigerlich zum Tod des Beckenbesatzes. Ichthyo ist hoch ansteckend,sollte man einzelne Fische herausgefangen haben sind die Netze auf jeden Fall zu sterilisieren bevor man in anderen Becken hantiert.

Symtome:

Einzelne oder mehrere Fische sind mit kleinen ca. 0,3 mm großen weißen Flecken oder Pünktchen überseht,  sehr oft auf den Flossen oder darum.  Chichliden können manchmal auch von einer schwereren Form des Ichthyo befallen werden, die dabei entstehenden  Punkte und Flecken können hier durchaus größer sein.

Behandlung:

Es existieren mehrere Medikamente im Handel die sehr gut wirken, es ist zu empfehlen ein solches Mittel vorrätig  zu haben da diese Krankheit sehr schnell durch z.B neue Fische eingeschleppt werden kann.  Die Wassertemeratur sollte wärend der Behandlung immer über 26°C liegen. Diese einzelligen Parasiten bilden  sogenannte Schwärmer die andere Fische befallen, der Einsatz eines UVC- Klärers in entsprechender Größe zur  Wassermenge im Becken kann hier gute Dienste leisten.

Eine Zugabe von Kochsalz wirkt sich positiv auf die Genesung der Fische aus. Als Dosis sollte man 200g Kochsalz  auf 100 Liter Wasser rechnen.

Kochsalz als Medizin

Natriumchlorid, ( NaCl ) ist ein durchaus hilfreiches Mittel zur unterstützenden Behandlung unserer Fische bei Krankheiten.  Ein Märchen ist aber, der weitverbreitete Glaube das Kochsalz Bakterizid wirken würde oder gar Bakterien abtöten  könne.
Salzzugabe hilft den Fischen auf eine andere Weise,die Rede ist hier bei vom  osmotischen Druck“, jetzt keine  Angst es wird jetzt nicht zu kompliziert. Fische die im Süßwasser leben enthalten wie alle Lebewesen Salze, bei  unseren Fischen enthalten die Zellen etwa 0,9 % Salz, das heißt im Fisch ist relativ mehr Salz enthalten als im  Ihm umgebenden Süßwasser ( bei Meerwasserfischen ist es umgekehrt ), soweit so gut. Da die Natur auf einen  Ausgleich zu strebt, dringt Wasser in den Fisch ein, der dieses ständig ausscheiden muß, ein für den Fisch  Energiezehrender Vorgang.  Erhöhen wir jetzt die Salzkonzentration im Wasser sinkt der „osmotische Druck“ auf den Fisch, das heißt dieser hat  jetzt mehr Energiereserven frei zur Bekämpfung eventueller Krankheiten.

Bei Salzzugaben im Aquarium immer einen Wasserwechsel machen.Die höchste zu empfehlende Dosis beträgt 400g auf  100 Liter Wasser und sollte nur unter Beobachtung angewendet werden. Als eine gut wirksame und unbedenkliche Dosis ist 200g auf 100 Liter zu empfehlen.

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Thomas "Tom" Thammer ist Webentwickler der ersten Stunden und begeisterter Aquarianer seit Kindheit. Mit seiner Community www.einrichtungsbeispiele.de hat er die besucherstärkste Aquaristik-Seite im deutschsprachigen Netz geschaffen.
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2 Kommentare

  1. Toller Artikel. Alles was man wissen muss schön zusammengefasst. Ich persönlich bin bei Kochsalz immer vorsichtig. Es gibt auch Fischarten die da sensibel darauf reagieren. Man muss schon genau wissen welche Fische man damit behandeln kann. Schöne Grüße.

  2. Hi Tom,

    sehr informativer Artikel. Danke für deine Mühen.
    Ich empfehle bei Ichthyo immer Medikamente zu nehmen.
    Ein Behandlung mit Salz ist immer kompliziert und fehleranfällig.

    Schöne Grüße

    Andy

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