Während ich in der Vergangenheit bereits alle möglichen Arten der Filterung auch über einen längeren Zeitraum ausprobiert hatte, bin ich für größere Aquarien ab 600 Liter schon länger weg von Standardlösungen aus dem Zoohandel.

Der letzte Topffilter, den ich verwendet hatte, war ein Fluval FX5. An sich war ich mit seiner Leistung sehr zufrieden. Nachteilig ist in meinen Augen die geringere Standzeit und die Tatsache, dass am eigentlichen Filter wenig geändert werden kann, um persönliche Wünsche zu verwirklichen.

In meinem vorletzten Aquarienprojekt, einem Becken mit den Abmessungen von 160x70x70, also einem Bruttovolumen von 784 Litern hatte ich dann einen Innenfilter einkleben lassen. 3 Kammern standen zur Aufnahme von Filtermedien, Pumpe und Heizstab zur Verfügung. Das Glas war im hinteren linken Teil des Aquariums eingeklebt und bot somit ein wesentlich größeres Filtervolumen als jeder auf dem Markt erhältliche Außenfilter. Die Standzeit war entsprechend: Gut 1 Jahr lag zwischen zwei Filterreinigungen. Einziges Problem war die Optik. Mit einer modernen Rückwand konnte der recht klobige Glaskasten nicht kombiniert werden, da er ca. 20 cm ins Aquarium ragte.

Für das neue Aquarium mit den Maßen 160x70x60, also 672 Liter Bruttovolumen sollte auf alle Fälle eine 3D-Rückwand eingebaut werden. Filtertechnik hatte nur Prio 2. Als mir dann von meinem Aquarienbauer angeboten wurde, ein Biofiltersystem hinter der Rückwand unterzubringen und somit den kompletten Platz hinter der der Aquarienrückwand von Rockzolid optimal auszunutzen, habe ich natürlich zugegriffen. Es erschien auf dem ersten Blick wie die optimale Kombinationen aus „will-ich-haben“ und „habe-ich-tolle-Erfahrungen“. Rückwand + Innenfilter mit riesigem Biofiltervolumen.

Geliefert wurde das Aquarium komplett mit bereits eingebauter Rückwand und Filtersystem. Lediglich die Endmontage der Verrohrung und der Förderpumpe musste ich noch selbst vornehmen. Das war allerdings überhaupt kein Problem und das neue Aquarium konnte extrem schnell in Betrieb genommen werden.

Die Förderpumpe, eine Eheim Compact 2000+ pumpt das Wasser, das durch einen Vorfilter aus blauer Filtermatte, von groben Schmutzpartikeln befreit wird, über eine Doppelverrohrung zum einen in den Biofilterbereich, der mit Würfeln aus blauer Filtermatte und Biofilterbällen bestückt ist und zum anderen direkt wieder ins Aquarium. Die Menge, die in den Biobereich abgezweigt wird, kann mit einem Drehverschluss an der Verrohrung gesteuert werden. Ein denkbar einfaches System.

Die Erfahrung nach 2 Monaten Betrieb: Trotz eines sehr hohen Besatzes mit Cichliden aus dem Malawisee, konnte ich zu keinem Zeitpunkt eine Belastung des Aquarienwassers mit Nitrit messen. Das Wasser ist immer klar und schein auch optisch absolut sauber.

Fazit: Es ist sicher keine billige Lösung, denn schon die Rückwand ist nicht eben billig und der Einbau, den man ruhig dem Fachmann überlassen sollte, da bei der Integration des Filtersystems die 3D-Rückwand absolut sauber zugeschnitten und verklebt werden muss, ist ebenfalls nicht kostenlos erhältlich. Was man als Aquarianer allerdings bekommt, ist ein wartungsarmes System, das seine Arbeit absolut zuverflässig erledigt und optisch ein echtes Highlight ist, denn sämtliche Technik wird unsichtbar im Aquarium verbaut. Wer sich für ein solches Filtersystem in der 3D-Rückwand interessiert, kann sich bei der Fa. Aquarienkontor dazu beraten lassen und es selbstverständlich auch dort kaufen.

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Thomas "Tom" Thammer ist Webentwickler der ersten Stunden und begeisterter Aquarianer seit Kindheit. Mit seiner Community www.einrichtungsbeispiele.de hat er die besucherstärkste Aquaristik-Seite im deutschsprachigen Netz geschaffen.
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