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Der Aquaristik-Blog

Gegen das Ausschütteln von maulbrütenden Buntbarschen

Malawibuntbarsche sind bis auf eine einzige Ausnahme, die fast gar nicht in Aquarien gepflegt wird, Maulbrüter im weiblichen Geschlecht. Das heißt, dass das Weibchen die befruchteten Eier nach dem Balz- und Paarungsritual ins Maul aufnimmt und dort für 14 bis 21 Tage ausbrütet. Die Jungen werden anschließend aus dem Maul entlassen und noch gelegentlich bei Gefahr wieder aufgenommen. Dieses Verhalten zeigen die farbenfrohen Cichliden auch im Aquarium und sind nicht zuletzt deshalb bei Aquarianern so beliebt.

Das Verhalten ist für den einen oder anderen (Hobby-)Züchter zu wenig effektiv, so dass die Jungen noch vor dem Entlassen aus dem Maul dem Weibchen zwangsweise entnommen werden. Dazu werden die Weibchen aus dem Becken herausgefangen und mit Daumen und Zeigefinger hinter den Kiemendeckeln in die Hand genommen. Mit Schüttelbewegungen werden die Jungfische anschließend aus dem Maul des tragenden Weibchens herausgeschüttelt.

Was bedeutet das Vorgehen für die Buntbarsche? Continue reading

Wie wird das Aquarienwasser analysiert?

Gerade für Anfänger ist es wichtig zu wissen, welches Wasser er zur Verfügung hat, also aus seiner Leitung kommt und zu verstehen, welche Handlungen abhängig von den Wasserwerten notwendig sind, um darin seinen Wunschbesatz halten zu können.

Vor der Einrichtung des Aquariums analysieren

Sollte das Aquarium noch nicht eingerichtet sein, sollte eine Analyse des Trinkwassers erfolgen. Das kann der Aquarianer selbst machen oder kann sich auch an seinen lokalen Wasserversorger wenden. Oft hat dieser alle wichtigen Werte schon auf seiner Webseite veröffentlicht, denn Trinkwasser wird in Deutschland genau kontrolliert und so wird Transparenz geschaffen. Continue reading

Exopet-Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Wann interessieren sich schon einmal die allerhöchsten Stellen für die Aquaristik? Ich weiß natürlich nicht, welche Politiker oder Staatsführer ein Aquarium daheim oder im Büro stehen haben, aber die Wahrnehmung ist eine andere. Gefühlt haben Aquarianer eine ganz kleine Lobby, wenn sie überhaupt eine haben.

Umso schöner, dass es nun eine ganz offizielle Erfassung der Aquaristik in Deutschland durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt. In der Exopet-Studie werden verschiedene Aspekte der Aquaristik und des Aquarianers statistisch erfasst. Selbstverständlich bleibt der Aquarianer selbst dabei anonym.
Ziel der Studie ist es lt. deren Webseite: Continue reading

Neue Lichtsteuerung von LiWeBe: Die Mini-Box

LiWeBe ist vor allem durch seine LED-Steuerungen bekannt geworden, mit denen sich das Live-Wetter am Zielort über das Internet ins heimische Aquarium holen lässt. Jetzt hat die Manufaktur aus dem Norden Deutschlands eine neue Box auf den Markt gebracht, die vor allem die Aquarianer als Zielgruppe hat, die eine ganz simple Steuerung wollen, die trotzdem jede Menge Spaß macht.

Zur Konfiguration der Mini-Box ist kein PC nötig. Sämtliche Einstellungen werden direkt am Gerät über einen Touch-Screen gemacht. Selbstverständlich ist die Oberfläche mehrsprachig und damit für den internationalen Markt ausgelegt. Continue reading

Was tut sich da auf dem LED-Markt?

LED-Beleuchtungen sind in den letzten Jahren zum großen Trend in der Aquaristik geworden. Die moderne Beleuchtungstechnik läßt sich in Farbe und Intensität sehr schön an die Bedürfnisse von Pflanzen und Tieren, die im Aquarium gepflegt werden sollen, anpassen und moderne Steuerungen wie die Tagessimulation von LiWeBe wecken so richtig den Spieltrieb im Aquarianer.

Inzwischen sind viele Firmen auf den Markt gegangen, die solche Beleuchtungslösungen für die Aquaristik anbieten. Einige verkaufen einfach (Billig-)Produkte aus chinesischer Produktion hier auf dem deutschen Markt weiter, während andere eigene Lösungen entwickeln und auch hier in Deutschland produzieren lassen. Continue reading

Alles rund ums Thema Wandaquarium

In einer Welt, die sich mehr und mehr von der Natur entfernt, spüren vor allem Menschen aus urbanen Gebieten das Verlangen nach einer natürlichen Umgebung und Vorgängen. Eine gute Möglichkeit, sich ein kleines Stück Natur ins Haus zu holen sind Wandaquarien. Gegenüber normalen Aquarien sind diese um einiges platzsparender und geben der Einrichtung oft einen edlen und futuristischen Touch. Um eine günstige Gewichtsverteilung zu erreichen unterscheiden sich diese von normalen Aquarien oft in den Dimensionen und erinnern von der Form her oft an Flachbildfernseher oder ein Gemälde.

Bei der Einrichtung eines Wandaquariums sollte man gerade als Einsteiger allerdings ein paar Grundsätze beachten. Da das Wandaquarium dem Beobachter eine außergewöhnliche Aquawelt projizieren soll, sollte die Planzeneinrichtung klein und fein gehalten werden. Als Standort eignen sich sichere Plätze, möglichst nicht direkt vor dem Fernseher oder mit ständigem Durchgangsverkehr – die Wasserbewohner sollen sich ja schließlich wohlfühlen. Es sollten Vorder-, Mittel- und Hintergrundpflanzen eingesetzt werden, um eine optische Aufwertung und ein funktionierendes biologisches System zu erlangen. Als Dekoration können Steine eingesetzt werden. Damit die Wasserwerte den Ansprüchen der Wasserbewohner entsprechen, sollten diese stets überprüft werden. Ein Filter sorgt dafür, dass Verunreinigungen entfernt werden und das biologische Gleichgewicht im Wasser erhalten bleibt. Continue reading

Wie du bemerkst, dass du im falschen Aquaristik-Forum bist

Der Grundgedanke von Internetforen oder neuerdings Facebook-Gruppen ist nicht nur für die Aquaristik, dass sich Menschen zusammentun und ihre Schwarmintelegenz nutzen, um sich gegenseitig zu helfen. Fragen zu beantworten, die jemand anderer schon mit seiner Erfahrung beantwortet hat oder nützliche Tipps zu geben, wie ein Problem gelöst werden könnte. Eigentlich. Continue reading

Wie du verhindern kannst, dass Sand im Aquarium fault

Als ich in den 70ern zur Aquaristik kam, war der Bodengrund in aller Regel Kies. Standardaquarienkies und ich kann mich noch gut erinnern, dass ein befreundeter Aquarianer plötzlich einen gelblichen, sehr porösen Kies mit deutlich größerer Körnung als Bodengrund hatte. Das war absolut außergewöhnlich und der nächste Besuch im Zoogeschäft dafür umso ernüchternder: Dieser neuartige, exotische Bodengrund war praktisch für mich als Schüler nicht bezahlbar. Das hatte aber auch einen Vorteil: Dieser Kies wäre ohnehin für meine zahlreichen Panzerwelse und Antennenwelse überhaupt nicht geeignet gewesen und seine unnatürliche Optik hätte sicher schnell ihren Reiz verloren.

Heute ist Natürlichkeit und Biotopnähe Trumpf. Aquarien werden in Deutschland immer mehr so eingerichtet, dass der Fisch denken könnte, er würde in seinem angestammten Habitat herumschwimmen. Dazu gehört auch der passende Bodengrund und der besteht in den allermeisten Ursprungsgewässern aus Sand. Continue reading

Was gibt es Neues in der Aquaristik?

Der Herbst ist die Zeit, in der Aquarianer wieder aktiv werden. Viele lassen den Sommer über ihre Aquarien auf Sparflamme laufen. Neue Fische werden kaum angeschafft, denn es ist sowieso nicht ganz einfach, die Temperatur im Becken bei hohen Außentemperaturen im für die Haltung von Fischen grünen Bereich zu halten.

Im Herbst ist dann wieder alles anders, das Wetter ist dann meist auch eher so, dass Indooraktivitäten eher angesagt sind. Zur gleichen Zeit starten dann auch wieder Aquaristikmessen und Hersteller bringen neue Produkte auf den Markt, die den Aquarianern das Leben erleichtern sollen und naja, das Weihnachtsgeschäft, das ab Oktober irgendwie vor der Türe steht, soll ja auch angefeuert werden. Continue reading

Lochgestein oder kein Lochgestein im Malawiaquarium?

Lochgestein war und ist ein Dekostein, mit dem Aquarianer gerne arbeiten. Ganz besonders Malawiaquarianer bauen in ihren Aquarien ganze Riffwände mit dem weißen, löchrigen Gestein. Nur: Warum das und ist das noch zeitgemäß?

Gehen wir einmal in die 80er Jahre zurück. Damals kamen die ersten Malawicichliden in die Zooläden der Republik und waren mit ihren bunten Farben absolute Highlights in der Aquarienbranche. Werbewirksam wurden die Buntbarsche bald als „Korallenfische“ des Süßwassers angeboten und vielfach verkauft. Doch wer einen Korallenfisch will, will nicht nur den, sondern am besten das ganze Riff und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Aquarianer alles daran setzten, in ihrem Aquarium auch das passende Korallenriff aufzubauen. Ohne Korallen natürlich. Die Malawiaquarien der 80er Jahre ähnelten sich folglich stark. Die komplette Rückwand war zumeist vom Boden bis zur Wasseroberfläche komplett mit Lochgestein verbaut. Im Vordergrund blieb nur noch ein schmaler Streifen freier Schwimmraum. Continue reading

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